Kevin Nota

Während des Juniorenpraktikums im 2. Studienjahr Forensik untersuchte Kevin Nota die durchschnittliche Färbung kremierter Knochen

'Die Praktikumszeit war für mich äußerst wertvoll; ich habe viel gelernt und erlebt!'

Viel gelernt und erlebt!

Während des Juniorenpraktikums im 2. Studienjahr Forensik untersuchte Kevin Nota die durchschnittliche Färbung kremierter Knochen. Auftraggeber war Tristan Krap, forensisch physischer Anthropologe und Dozent an der Van Hall Larenstein University of Applied Sciences.

'Dieses Juniorenpraktikum bestand aus angewandten wissenschaftlichen Untersuchungen zur durchschnittlichen Färbung kremierter Knochen. Knochen, die z.B. durch Hausbrände kremiert werden, können nützliche Informationen zur Rekonstruktion eines Tatortes preisgeben. Für die Untersuchungen verwendeten wir Knochen der Elle und Speiche, die wissenschaftlichen Zwecken überlassen waren. Zuerst führten wir Sektionen an den Knochen durch, dann kremierten wir diese in Öfen mit einer Hitze bis zu 1100 °C, und anschließend scannten wir alle Knochenproben. Die Scans wurden mithilfe einer Computersoftware nach Pixelwerten analysiert. Indem wir die durchschnittlichen Pixelwerte aller gescannten Knochenproben bei gleicher Temperatur und Zeit ermittelten, konnten wir schließlich eine Gesamttabelle erstellen.

Knochen unterliegen einer Reihe an Farbveränderungen, wobei Temperatur und Zeit wichtige Variablen sind. Bis ungefähr 250°C verfärbt Knochen sich nicht oder kaum, zwischen 300°C und 400°C wird er durch den Verkohlungsprozess schwarz, zwischen 450°C und 600°C verfärbt er sich grau und über 700°C nimmt kremierter Knochen eine weiße Farbe an. Die Untersuchungen sind noch in vollem Gange. Wir erhöhen im Moment die Anzahl der Proben, um damit statistische Analysen durchführen zu können. Mithilfe dieser Untersuchungen können wir herausfinden, ob die Färbung tatsächlich ein guter Indikator ist, um Aussagen über die Höhe der thermischen Einwirkung kremierter Knochen machen zu können.

Während dieses Juniorenpraktikums habe ich viel darüber gelernt, was man bei Untersuchungen beachten muss und welche Schlussfolgerungen man bei bestimmten Beobachtungen ziehen kann. Da wir menschliches Material verwendeten, gab es auch ethische Aspekte zu berücksichtigen. Die Praktikumszeit war für mich äußerst wertvoll; ich habe viel gelernt und erlebt!'

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